Klamotten einkaufen bei Outfittery.de

Männer und Klamotten einkaufen. Das passt irgendwie nicht zusammen. Genau das haben sich Anna Alex und Julia Bösch gedacht und wollten Männern eine Alternative bieten. Online Shopping mit persönlichem Modeberater – eine Idee, die sich durchgesetzt hat. Outfittery ist eine Erfolgsgeschichte und nicht nur für männliche Shoppingmuffel zu empfehlen.

Wer als Mann über das Einkaufen von Klamotten mit Hilfe einer Shopping Beraterin schreiben will, der muss den Service auch testen. Soweit so gut und schließlich – so das Versprechen – muss ich mich ja gar nicht von meiner Couch wegbewegen und in einen Laden gehen und von Umkleidekabine zu Umkleidekabine hetzen.

Ich gebe also zunächst meine Daten zu mir und zu meinen gewünschten Klamotten ein. Welche Farben mag ich, welche Haarfarbe habe ich, wie groß bin ich und noch ein paar Details, die sich zwar etwas hinziehen, aber durchaus schaffbar und in jedem Fall besser sind, wie samstags in der überfüllten Fußgängerzone noch schnell wegen Socken in das nächste Geschäft.

Am Ende des Prozedere wird sogar noch ein Foto von mir gefordert. Gut das leuchtet ein, dann meine Stilberaterin will sich ja auch ein Bild von mir machen. Auch ein Telefonat mit der Stilberaterin wird ins Spiel gebracht. Darauf bin ich nun wirklich nicht scharf und ich lehne das mal lieber ab. Wer weiß, was die alles von mir wissen will??

Kurz bevor ich meine Bestellung endgültig abschließe erfahre ich noch, wer sich um mein Paket kümmert. Das finde ich irgendwie ganz nett. So habe ich wenigstens jemand, den ich dafür verantwortlich machen kann, wenn ich demnächst richtig beschissen aussehe 😉

Was kostet so eine Outfittery Box?

Das ist natürlich die Frage aller Fragen. In diesem Punkt bin ich ehrlich gesagt ein klein wenig überrascht. Ich kann festlegen, dass ich keinen Cent beispielsweise für ein Sakko ausgeben möchte, weil ich keines benötige. Dafür erhöhe ich mein Budget für Schuhe. Ich liebe nämlich Schuhe. Oh mein Gott, habe ich das gerade wirklich geschrieben? 😉

Nach wenigen Tagen steht die Outfittery Box in meinem Wohnzimmer

Hübsch sieht der Karton schon aus. Deutlich schöner wie die beige-braunen Boxen von Amazon und Zalando.

Auch als ich den Karton öffne, bin ich immer noch begeistert. Meine neuen Klamotten liegen schön zusammengefaltet und auch zusammengeschnürt in der Box. Sogar ein handschriftlicher Zettel meiner Stil- und Einkaufsberaterin befindet sich dabei. Das ist doch mal eine nette Idee.

Ich will euch jetzt die Einzelheiten meiner Ankleide ersparen. Schließlich sind wir Männer und kein Mann will wissen, ob mir nun das Blau der Jeans zu blau war oder die Lederjacke unter den Ärmeln einfach zu eng war.

Aber ganz grundsätzlich muss ich sagen, dass ich jetzt Outfittery Kunde bin. Ich habe zwar mindestens die Hälfte der Klamotten zurückgeschickt, aber auch einen Pulli und ein Hemd behalten. Zudem besitze ich jetzt einen neuen Gürtel, auch wenn ich diesen nicht unbedingt gebraucht hätte.

Auch die Schuhe haben mir gefallen, waren aber leider eine Nummer zu eng. Hier kann ich aber noch mal mit einer passenden Größe nachsteuern.

Mein Fazit

Outfittery zieht es vor auf der Webseite keine Preise anzugeben. Irgendwie macht das sogar Sinn, denn oftmals mache ich einen großen Bogen um Klamotten, die mir schlichtweg zu teuer sind.

Dafür kommt die große Überraschung, wenn die Kiste geöffnet wird. Über 500 Euro stand da auf der Rechnung. Mein lieber Herr Gesangsverein. Allerdings relativiert sich das Ganze dann, wenn einige Dinge zurückgeschickt werden. Mein Pulli, das Hemd und der Gürtel kosten zusammen etwas mehr wie 200 Euro. Nicht gerade ein Schnäppchen aber ok.

Wie bei den meisten Online Händlern kann man auch bei Outfittery in aller Ruhe aussuchen und dann innerhalb einer 2 Wochen Frist zurückschicken, was mir nicht gefällt. Damit komme ich klar. Ohnehin steht für mich nach einer halben Stunde fest, was ich behalten möchte und was nicht.

Ich werde es wieder tun. Zwar nicht jede Woche, aber so 1 bis 2 mal im Jahr ist Outfittery durchaus eine gute Alternative zu einem stressigen Samstag in der Innenstadt.

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